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Haben sie einen Hund der andere Hunde schon von weitem ortet, ungeduldig wird und dann völlig ausflippt?

 

Dann hat ihr Hund ein Problem mit seinem Gegenüber...oder er denkt es zumindest.

 

Dies gilt es ab sofort zu ändern!

 

Ihr Ziel muss es ab jetzt sein, ihrem Hund andere Hunde als etwas Positives / Neutrales zu vermitteln. Auf dem Weg zu diesem Ziel können sie die Sache nicht viel verschlimmern......außer sie binden ihrem Hund ein Stachelhalsband, eine Koralle oder einen Würgehalsband um!!!!

(..ja, ich weiß, es läuft immer wieder auf das Selbe raus)

 

 

Wie also vorgehen?

 

Wie oft sehe ich Hundehalter, die ihren Hund bei Hundebegegnungen vergeblich anschreien, würgen, stacheln... in der Hoffnung so ihren Hund ruhig zu bekommen?! Dies ist definitiv der falsche Weg. Man brauch nur ein paar Sekunden zu überlegen...

Es ist doch ganz normal, dass ihr Hund anfängt andere Hunde mit Schmerzen in Verbindung zu setzen, so dass das Aggressionsproblem immer schlimmer wird.

 

Ab jetzt sollten sie ihr Strategie komplett umstellen und ihren Hund nicht mehr bestrafen, wenn sie auf andere Hunde treffen....sondern belohnen!

(dies natürlich immer nur wenn ihr Hund noch ruhig ist, nicht bellt oder knurrt. Mit dem Clicker funktioniert dieses punktgenaue Bestätigen einwandfrei).

Distanz heißt hier das magische Stichwort.

Geben sie ihrem Hund ab jetzt jedes Mal ein besonders gutes Leckerli, wenn sie schon von weitem einen anderen Hund sehen und ihr Hund sich ruhig verhält. Sie werden sehen, nach ein paar Wochen wird ihr Hund anfangen sie fragend nach seinem Leckerli anzuschauen.

 

 

Was tun, wenn ihr Hund trotzdem bellt?

 

Andere Hund anbellen geht bei uns gar nicht! Ich nehme Kyra dann sofort aus der Situation raus, will heißen, wir machen eine 180° Kehrtwendung bis sie nicht mehr bellt, wird ins Sitz gelegt und muss mich dann anschauen!

 

 

Das Blickkontakttraining

 

..das sich eigentlich sehr einfach anhört, wird aber in solchen Fällen sehr hart auf die Probe gestellt. Viel zu groß ist die Verlockung, die vom anderen Hund ausgeht!

 

EGAL, DA MÜSSEN WIR JETZT DURCH!

Sie müssen also zu Hause den Blickkontakt so ausbauen, dass ihr Hund sie fixiert, auch wenn die Welt um sie herum untergeht. Hierfür dürfen sie allerdings keine Hemmungen haben...nehmen sie ruhig das Lieblingsspielzeug ihres Hundes in eine Hand, fordern sie dann das "Schau" und spreizen sie dann die Arme. Beginnen sie dann mit den "Flügeln zu schlagen" (in der einen Hand halben sie noch immer das Lieblingsspielzeug ..), und wenn Hund sie dann noch immer anschaut, bestätigen sie dies (am Besten mit dem Clicker), denn sie sind auf dem guten Weg! Diese Trainingseinheit können sie bis aufs Äußerste ausbauen: lassen sie irgendwann das Lieblingsspielzeug fallen, nehmen sie später eine Scheibe Wurst, etc, etc....

Wenn ihr Hund nonstop 20-30 Sekunden Augenkontakt mit ihnen halten kann, sind sie auf dem richtigen Weg!

 

Und raus geht's

 

Sie werden am Anfang sicher einige Rückschläge haben! Bei allem was sie auch vorhaben: bleiben sie so ruhig und entspannt wie möglich...oder versuchen es wenigstens. Denn ihr Verhalten hat ganz viel Einfluss darauf, ob die Situation eskalieren wird oder sie sich entspannt.

 

Der Erfolg liegt in ihrer Hand. Ihr Hund wiegt dauernd ab, was für ihn interessanter ist. Nützen sie dieses Wissen für sich aus!

Bleibt ihr Hund also bei einem sich-nähernden-Hund ruhig, sei es auch für nur einen winzigen Moment, bestätigen sie dies (am besten mit dem Clicker oder einem "so ist braaaaav") und stopfen sie ihn derart mit Leberwurst (oder Putenwurst...irgendwas Außergewöhnliches!) voll, dass er die Welt nicht mehr versteht! Bei uns ist der andere Hund in einem solchen Fall binnen 5 Sekunden fort...ganz ohne Stress!!

 

Aufgepasst!

Hier gilt es sehr vorsichtig zu handeln. Bestätigen sie den Hund nur, wenn er noch ruhig ist oder sie anschaut, keinesfalls wenn er den anderen Hund schon fixiert, bellt oder gar knurrt!!

 

Üben sie dies regelmäßig mit ihrem Hund und sie werden sehen, sie werden Fortschritte machen!

 

Voraussetzungen:

1) ihr Hund sollte hungrig sein (den Zeitpunkt des Spaziergangs haben SIE in der Hand)

2) bauen sie das Training langsam auf, zuerst z.B. aus 20 Metern (oder mehr: hängt von ihrem Hund ab..), dann 15, dann 10, dann 5....

3) falls sie das Stachelhalsband noch nicht in den Mülleimer geworfen haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen.

 

Die reell existierende Gefahr der Ausbildungsmethoden, die auf Strafe basieren besteht nämlich darin, dass der Hund den Schmerz am Hals mit dem sich nähernden Hund (schlimmer noch: ein Kind auf der anderen Straßenseite) verbindet! Und dann sind sie parti pour la gloire !

 

Hierzu ein Zitat aus dem Buch „Alter Angeber – Leinenaggression bei Hunden verstehen und beheben“ von Patricia B.McConnell:

 

"Halsbänder mit Strafwirkung wie Stachel- oder Würgehalsbänder können die Sache schlimmer machen -             wir meiden sie wie die Pest."

 

mit freundlicher Genehmigung des Kynos Verlags entnommen aus:

„Alter Angeber – Leinenaggression bei Hunden verstehen und beheben“ (Patricia B.McConnell+Karen B.London) – Kynos Verlag 2008 (Seite 12)

 

 

Fairerweise muss ich allerdings sagen, dass es unerwartete Situationen geben wird, in denen ihr Hund sich herzlich wenig um ihr "Schau" kümmert.

Dies kann der Fall sein, wenn der andere Hund plötzlich um die Ecke kommt oder andere Situationen. Versuchen sie dann gar nicht, das "Schau" durchzusetzen, es wird ihnen dann nicht gelingen. In einem solchen Fall sollten sie einfach Kehrtwendung machen und ihren Hund aus dieser Situation rausnehmen.

 

Das magische Wort heißt hier also "Distanz".

 

Entfernen sie sich einfach einige Meter (hängt von ihrem Hund ab) und fordern sie dann das "Schau" ein.

 

 

 

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